DCSF Immobilien Verwaltungsgesellschaft Nr. 1 mbH & Co. Objekt Central Park KG

Beteiligungsangebot 64 - Central Park Frankfurt am Main 

Das Beteiligungsangebot 64 Central Park Frankfurt am Main wurde 2003 aufgelegt. Vorgesehen waren der Erwerb und die Bebauung eines Grundstückes in Frankfurt am Main. Drei Gebäudekomplexe wurden errichtet und gewerblich vermietet. Ca. 2400 Anleger investierten rund 69.910.000 € zzgl. 5 % Agio. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt rund 173 Mio €. 

Zur Finanzierung wurde Fremdkapital in Höhe von ca. 103.080.000 € aufgenommen. Darlehensgeber ist ein Bankenkonsortium aus Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba), HSH Nordbank, WGZ Bank und Deutsche Pfandbriefbank (PBB). Als Sicherheit für das Darlehen wurde die Fondsimmobilie begeben, deren Wert nun erheblich gesunken sein soll. Nach Mitteilung der Fondsgesellschaft sank das Mietniveau an dem Immobilienstandort stetig, so dass es im Jahre 2011 nur noch bei rund 50 % der mit dem Mieter vereinbarten Miete lag. Dies habe zu einer drastischen Reduzierung des Marktwertes der Immobilie geführt. Der Wert der Immobilie reiche daher nicht mehr aus, um die Darlehensverbindlichkeiten zu sichern.

Das Darlehen lief Ende 2011 aus. Das Bankenkonsortium war nach Mitteilung der Fondsgesellschaft zu einer Anschlussfinanzierung nur bereit, wenn eine Sondertilgung bis Ende 2011 erfolge, der Fonds ein Sanierungskonzept vorlege und weitere Sondertilgungen bis 2015 sichergestellt wären. Um diese Bedingungen zu erfüllen, forderte die Fondsgesellschaft ca. 36 % der gezahlten Ausschüttungen von den Anlegern zurück.

Das Sanierungskonzept der Fondsgesellschaft wurde von dem Bankenkonsortium jedoch abgelehnt. Daher droht nun die Insolvenz des Fonds. Die Fondsgesellschaft bemüht sich derzeit darum, durch Modifizierung des Sanierungskonzeptes die Anschlussfinanzierung noch zu retten. Ausgegangen wird derzeit davon, dass entweder die bislang gezahlten Ausschüttungen von den Anlegern vollständig zurück gefordert werden müssen oder die Fondsimmobilie auch unter Realisierung möglicher weiterer Verluste vorzeitig veräußert werden muss. Die Aussichten des Fonds und damit auch der Anleger sind also alles andere als gut.

Anleger, die sich die Frage nach Ausstiegsmöglichkeiten stellen, sollten diese von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. In Betracht dafür kommen Schadensersatzansprüche, wenn Sie beispielsweise über die Risiken der Anlage falsch informiert oder Ihnen Provisionszahlungen oder die Möglichkeit der Rückforderung der Ausschüttungen verschwiegen wurden.

Falls Sie nähere Informationen zu diesem Thema und zu unserer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Sie können hierzu unseren Allgemeinen Fragebogen oder unser Kontaktformular ausfüllen oder uns unter der Telefonnummer 0211/69 002 60 direkt telefonisch kontaktieren.